Die Farbgestaltung einer Webseite ist ein zentraler Bestandteil des Webdesigns und beeinflusst sowohl die Nutzererfahrung als auch die Wahrnehmung Deiner Marke. Farben transportieren Emotionen, schaffen Orientierung und wirken sich direkt auf Lesbarkeit, Barrierefreiheit und Conversion-Raten aus. Deshalb solltest Du die Farbwahl möglichst früh im kreativen Entwicklungsprozess definieren.

Häufig existiert bereits eine Corporate Identity (CI) mit festgelegten Farben, Logos und Designrichtlinien. Diese Vorgaben bilden die Basis für ein konsistentes Erscheinungsbild – unabhängig davon, ob Du Deine Webseite mit HTML/CSS entwickelst oder ein WordPress-Theme anpasst.
Grundregeln der Farbgestaltung im Web
1. Kontrast und Lesbarkeit
Eine der wichtigsten Regeln lautet:
Heller Hintergrund = dunkle Schrift und umgekehrt.
Nur mit ausreichendem Kontrast bleiben Texte gut lesbar – auf Desktop, Tablet und Smartphone. Das gilt für HTML-Seiten ebenso wie für WordPress-Websites mit Page Buildern wie Gutenberg oder Elementor.
2. Farbthema und Zielgruppe
Das Farbschema sollte immer zum Thema Deiner Webseite und zur Zielgruppe passen:
- Natur- und Umweltthemen: Grün-, Braun- und helle Okertöne
- Technische Webseiten: Blau-, Grau- und Anthrazittöne
- Kirchliche oder spirituelle Seiten: häufig Lila- oder Violetttöne
- LGBTQ+-Seiten: ebenfalls oft Lilatöne oder Regenbogenfarben
- Kinder- und Babythemen: zarte Pastellfarben, z. B. Hellrosa und Hellblau
Wenn Dein Kunde bereits eine Wunschfarbe oder ein Logo hat, sollte diese Farbe als Leitfarbe dienen und durch harmonierende Sekundärfarben ergänzt werden.
3. Web-Standards beachten
Einige Farben haben sich im Web etabliert:
- Text: meist schwarz oder sehr dunkel
- Links: häufig blau
- Warnhinweise oder Fehler: rot
Diese Konventionen solltest Du nur bewusst brechen, wenn die Benutzerfreundlichkeit nicht leidet.
Farbgestaltung für HTML- und WordPress-Websites
HTML & CSS
Bei klassischen HTML-Webseiten definierst Du Farben direkt über CSS, z. B. mit:
- HEX-Farbcodes (#ffffff)
- RGB/RGBA
- HSL/HSLA
- benannten Farben (z. B.
white, eingeschränkt web-safe)
WordPress
In WordPress arbeitest Du häufig mit:
- Theme-Farbeinstellungen
- Customizer oder Full Site Editing (FSE)
- Page Buildern (z. B. Elementor, WPBakery)
- zusätzlichem Custom CSS
Wichtig ist, dass Farben global definiert werden, damit Änderungen später konsistent und wartungsarm bleiben.
Nützliche Ressourcen zur Farbgestaltung
Informations- und Wissensseiten
| Link zum Anbieter | Beschreibung des Angebots |
|---|---|
| https://www.akademie.de/de/wissen/textgestaltung-layout | Grundlagen zu Text-, Layout- und Farbgestaltung im Web |
| https://www.drweb.de/farben-web | Farbenkunde und Wirkung von Farben im Webdesign |
| https://www.jenreviews.com/color-meaning | Bedeutung, Symbolik und psychologische Wirkung von Farben |
| https://www.lukas-rudrof.de/blog/richtige-farbwahl-im-webdesign | Fachartikel zur richtigen Farbwahl im Webdesign |
| https://www.onlineprinters.de/magazin/corporate-identity | Einführung und Vertiefung zum Thema Corporate Identity |
| https://www.werbequeen.de/corporate-identity-die-3-saeulen | Erklärung der drei Säulen der Corporate Identity |
| https://www.webdesign-journal.de/farbpalette-erstellen | Anleitung zum Erstellen harmonischer Farbpaletten |
Tools & Farbportale
| Link zum Anbieter | Beschreibung des Angebots |
|---|---|
| https://www.encycolorpedia.com | Umfangreiche Farbdatenbank mit Color Picker, Named Colors und Farbkombinationen |
| https://www.homepage-buttons.de/tipps-und-tricks/website-erstellen/farbgestaltung.html | Farbgestaltung beim Erstellen einer Webseite |
| https://www.paletton.com | Farbkreis-Tool zur Erstellung harmonischer Farbschemata |
| https://www.pickcoloronline.info | Kostenloses Tool zum Auslesen von HEX-Farbcodes direkt vom Bildschirm |
Alle genannten Ressourcen eignen sich sowohl für klassische Webmaster als auch für WordPress-Anwender.
Fazit
Eine durchdachte Farbgestaltung ist entscheidend für den Erfolg Deiner Webseite. Sie verbessert die Lesbarkeit, stärkt Deine Markenidentität und sorgt für eine positive Nutzererfahrung. Wenn Du Kontraste, Zielgruppe, Web-Standards und Deine CI berücksichtigst und professionelle Tools nutzt, legst Du die Grundlage für ein überzeugendes und nachhaltiges Webdesign – unabhängig davon, ob Du mit HTML oder WordPress arbeitest.