Wenn Du Deine Webseite klassisch mit HTML erstellst, solltest Du Folgendes beachten:
Wichtige Voraussetzungen
- Du benötigst eine eigene Domain
- Du solltest Zugriff auf die .htaccess-Datei haben
- Prüfe vorab die AGB Deines Hosting-Anbieters
Hinweis aus der Praxis:
Bei manchen günstigen Hosting-Tarifen kann eine falsch konfigurierte Error-404-Seite dazu führen, dass Deine komplette Webseite nicht mehr erreichbar ist. Kläre im Zweifel vorab per E-Mail oder Telefon mit Deinem Hoster, ob individuelle Error-Dokumente erlaubt sind.
SEO-Hinweis
Achte darauf, dass Deine Error-404-Seite wirklich mit dem Statuscode 404 ausgeliefert wird. Andernfalls könnten Suchmaschinen gelöschte Seiten fälschlich als gültig interpretieren.
SELFHTML: „Webserver/htaccess/Fehlermeldungen“
Der SELFHTML-Artikel erklärt, wie Du mit Hilfe einer .htaccess-Datei auf einem Apache-Webserver eigene Fehlermeldungen, einschließlich einer 404-Fehlerseite, definieren kannst.
Link: https://wiki.selfhtml.org/wiki/Webserver/htaccess/Fehlermeldungen
Error-404-Seiten in WordPress
Automatisch generierte Error-404-Seiten
Wenn Du WordPress verwendest, musst Du keine Error-404-Seite von Grund auf erstellen. WordPress erzeugt automatisch eine Fehlerseite, sobald eine URL nicht existiert.
Technische Grundlage ist die Theme-Datei 404.php.
Ist diese Datei vorhanden, wird sie automatisch geladen und korrekt mit dem HTTP-Statuscode 404 ausgeliefert.
Das ist wichtig für Dich
- Nahezu alle modernen WordPress-Themes enthalten bereits eine 404.php
- Du kannst Layout und Inhalte direkt im Theme anpassen
- Gestaltung ist auch mit Page-Buildern möglich (z. B. Gutenberg oder Elementor)
- Suchmaschinen erkennen weiterhin korrekt gelöschte Seiten
Umleitungen statt 404-Fehler: sinnvoll für SEO
Wenn Inhalte dauerhaft verschoben oder umbenannt wurden, solltest Du Besucher nicht auf einer Fehlerseite landen lassen. In diesen Fällen sind Weiterleitungen die bessere Lösung.
Empfehlung: WordPress-Plugin „Redirection“
Plugin-Website:
https://de.wordpress.org/plugins/redirection/
Funktionen von Redirection
- Erstellung von 301-Weiterleitungen (dauerhaft)
- Erstellung von 302-Weiterleitungen (temporär)
- Automatische Erfassung von 404-Fehlern
- Übersichtliche Verwaltung ohne Programmierkenntnisse
- Sehr gut geeignet für SEO und Nutzerführung
Kurz-Anleitung: 301-Weiterleitung in WordPress
- Plugin „Redirection“ installieren und aktivieren
- Im Backend öffnen: Werkzeuge → Redirection
- Alte URL eintragen, z. B.:
/alte-seite/ - Ziel-URL eintragen, z. B.:
/neue-seite/ - Weiterleitungstyp 301 – Moved Permanently auswählen
- Speichern
Ab sofort werden Besucher und Suchmaschinen automatisch weitergeleitet.
Wann Error-404-Seite, wann Weiterleitung?
Error-404-Seite verwenden, wenn:
- Inhalte endgültig gelöscht wurden
- Es keinen sinnvollen Ersatz gibt
301-Weiterleitung verwenden, wenn:
- Inhalte verschoben oder umbenannt wurden
- Inhalte zusammengeführt wurden
Nicht empfehlenswert:
- Alle Fehler pauschal auf die Startseite umzuleiten
Nützliche Tools & Inspirationen rund um Error-404-Seiten
| Link zum Anbieter | Beschreibung des Angebots |
|---|---|
| https://carwow.de/404 | Kreative Error-404-Seite mit spielerischem Rennspiel |
| https://de.freepik.com/fotos-vektoren-kostenlos/fehler-404 | Kostenlose und kostenpflichtige 404-Grafiken |
| https://drweb.de/404-fehlerseiten-error | Ausführlicher Fachartikel zur optimalen 404-Seite |
| https://pixabay.com/images/search/error404 | Kostenlose 404-Bilder ohne Lizenzkosten |
| https://wiki.selfhtml.org/wiki/Webserver/htaccess/Fehlermeldungen | SELFHTML: „Webserver/htaccess/Fehlermeldungen“ |
(Anbieter alphabetisch sortiert)
Fazit
Eine gut gestaltete Error-404-Seite ist kein notwendiges Übel, sondern ein wichtiges Element für Usability, SEO und Professionalität.
Während HTML-Webseiten eine saubere Serverkonfiguration benötigen, bietet WordPress bereits komfortable Bordmittel. In Kombination mit gezielten 301-Weiterleitungen sorgst Du für zufriedene Nutzer und eine saubere Suchmaschinenstruktur.